Retten – Löschen – Schützen – Bergen
Samstag 12. September 2009

Teilnahme an einer Katastrophenübung im Kreis Ravensburg

Am vergangenen Samstag (12.09.2009) haben Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eriskirch an der Katastrophenübung im Landkreis Ravensburg teilgenommen, bei der ein Zugunglück in Folge eines Erbebens simuliert wurde. Ähnliche Übungen fanden gleichzeitig in den Landkreisen Biberach, Ravensburg und Sigmaringen statt und wurden deshalb unter dem Namen ‘Schwankendes Oberschwaben’ zusammengefasst.

Da Eriskirch in keinem dieser Landkreise liegt, waren wir nur als Verletztendarsteller vor Ort. Am Vortag der Übung reisten 9 Kammeraden gegen 21:00 Uhr in Ebersbach-Musbach an. Wir haben dann die ersten Informationen bekommen und wurden unseren Verletzungen zugeteilt. Nach einer kurzen Nacht wurden wir am nächsten morgen ab 3:00 Uhr entsprechend den typischen Verletzungsbilder und den uns zugewiesenen Verletzungen geschinkt und präpariert. Wir hatte einige unspektakuläre Knochenbrüche, Blutungen und Schnittwunden sowie besonders ‘schmerzhafte’ Oberkörperverletzungen durch Regenschirme und Stahlstangen (die beigefügten Bilder sind trotz der Schminke nichts für schwache Nerven). Gegen 6:30 Uhr erreichten wir die vorbereitete Einsatzstelle. Das THW Friedrichshafen hatte ein altes Personenabteil von den Schienen einer stillgelegten Eisenbahnstrecke genommen und auf die linke Seite umgelegt. Diese Entgleisung sollte die Übungssituation darstellen, in der wir als Verletzte verteilt wurde und zu der die Kammeraden der umliegenden Feuerwehren und Rettungsdienste gegen 7:30 Uhr alarmiert wurden. In den darauf folgenden Stunden wurden wir, einer nach dem anderen, gerettet, versorgt und behandelt, bis wir dann gegen 12:30 Uhr wieder ins ‘Krankenhaus’ bzw. die Sammelstelle in Ebersbach-Musbach transportiert wurden.

Interessant für uns war es, zu sehen, wie die Einsatzkräfte mit den besonderen Gegebenheiten (auf der Seite liegendes Fahrzeug, Einsatzort nur über Eisenbahntrasse erreichbar, große Anzahl Mittel- und Schwerverletzter) klargekommen sind. Für uns war der Blick in die Logistik (Sortierung, Verteilung und darauf folgende Behandlung der Patienten) aus der Sicht der Geretteten eine besondere wichtige Erfahrung, da wir als Feuerwehrler selten mitbekommen, was mit den Geretteten passiert, nachdem wir diese an den Rettungsdienst übergeben haben.

Alle Eriskircher Kammeraden wurden trotz Ihrer teilweise schweren Verletzungen gerettet und kehrten wohlbehalten ins heimische Feuerwehrgerätehaus zurück. Die beigefügten Bilder, aber auch die Berichterstattungen anderer Medien sollen einen Eindruck vermitteln, was wir erlebt haben und zu Fragen anregen, die wir gerne beantworten werden.

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