Jahreshauptübung 2010
Am 16.04.2010 hielten wir unsere jährliche Hauptübung ab. Nach der Begrüßung durch den Kommandaten und einer sauberen Demonstration des Könnens der Jugendfeuerwehr ging es um 18:28 los. Übungsobjekt war diesmal der Obstgroßmarkt Schaugg hinter der Ortsausfahrt Mariabrunn (Stockwiesen 1).
Der angenomme F2 Brand sollte im Moment der Alarmierung gerade in der Entstehung in der Werkstatt sein. Es war bereits von 6 vermissten Personen die Rede und dass sich der Rauch auf die angrenzenden Büro und Wohnräume ausdehne.
Mit dieser Annahme rückten nacheinander der Eriskircher MTW, die Löschfahrzeuge LF 16/12, TLF16/25 und LF 8 und der Schlauchwagen SW1000 aus. Am Übungsobjekt eingetroffen erwartete uns dann nicht nur ein großes Publikum inkl. Bürgermeister Markus Spieth, Kommandant Klaus Hiller, vielen Kammeraden der Altersabteilung, sondern auch vom vielen Martinshorn verschreckte Hirschkühe. Die Alarmausrückeordnung sah ebenfalls vor, die Drehleiter DLK 23/12 und den Einsatzleitwagen ELW1 aus Kressbronn anzufordern. Vor allem die Drehleiter war dann auch bereits nach 8 Minuten (18:36) am Einsatzort – auch objektiv betrachtet eine beeindruckende Zeit. Die Kressbronner unterstützten die Eriskircher Atemschutztrupps beim Suchen und Retten der vermissten Personen aus dem Gebäude mit immerhin 6000 m2 Grundfläche. Einige wurden über den Balkon per Drehleiter gerettet, andere direkt im Erdgeschoss gefunden und an das SEG übergeben.
Diese 10 Mann vom DRK und den Johannitern hatten nicht nur die Aufgabe, alle Verletzten zu versorgen sondern zusätzlich den Auftrag, den Zustand der 6 Atemschutztrupps zu überwachen. Zum ersten mal konnten wir diese neue Art der Unterstützung erleben und haben durchweg positive Erfahrungen gemacht.
Nachdem alle Vermissten gefunden waren, wurde ein Dachüberschlag des Feuers angenommen, dem Einsatzleiter Reinhold Petzi mit einem sofortigen Rückzug der Atemsschutztrupps aus dem Gebäude und dem Beginn eines massiven Löschangriffs von allen Seiten antwortete. Mittlerweile waren weitere Verstärkungen aus Tettnang, Langeargen und Kressbronn eingetroffen. Weiter wurden -nur theoretisch – noch Verstärkungen aus Friedrichshafen (Drehleiter und Löschfahrzeug) und Markdorf (Gerätewagen Atemschutz) nachgefordert.
Insgesamt waren damit 13 Fahrzeuge im Einsatz – inkl. 2 Drehleitern und 5 Löschfahrzeugen. Über zwei nahe Hydranten, dem 700 m entfernten Bach im Norden und dem 700 m entfernten Gallusplatz im Süden wurde Wasser für 15 Strahlrohre mit einer Leistung von 5500 Liter pro Minute befördert. Zusammen waren damit ca 2500 m Schlauch verbraucht worden, der nach dem Übungsende natürlich auch wieder aufgeräumt werden musste. Die Fahrzeugen wurden dann sofort neu bestückt – ein wichtiger Teil der Arbeit, bei dem dann auch Nicht-Feuerwehrmänner helfen konnten.
Bürgermeister, Kommandant und Gemeinderatsmitglieder aber auch die Einsatzleiter der Feuerwehr und des SEG zeigten sich sehr zufrieden mit der Übung. Auch der Eigentümer des Übungsobjektes, der ja vor ein paar Jahren tatsächlich einen Brand seines Obstgroßmarktes erleben musste, bedankte sich bei allen Einsatzkräften für die gezeigt Leistung und leitete damit endgültig zum gemütlichen Teil des Abends über.
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